Die Krone der Schöpfung

Die Krone der Schöpfung. 2006)

Stellen Sie sich ein Geschöpf vor, das schneller laufen kann als jedes andere Tier, das außerdem noch Flügel hat und schneller fliegen kann, als jeder Vogel, das sich auch noch schneller unter Wasser bewegen kann als jeder Fisch. Es hat ein mit ungeheuren Zähnen bewehrtes Maul, womit es mit Leichtigkeit die stärksten Tiere verschlingt. Es frisst zwar mit Vorliebe Fleisch, verschmäht aber selbst Würmer, Gras, Kräuter und Blätter nicht. Große Temperaturunterschiede machen ihm nichts aus, daher kann es sowohl an den Polen als auch in den Tropen leben. Gegen alle Krankheiten und Parasitenbefall ist es resistent. Weil es von keinen Feinden bedroht werden kann, gibt es auch bei der Aufzucht der Nachkommen kaum Ausfälle. Wenn die Vermehrung nicht gebremst wird, ist zu erwarten, dass es in absehbarer Zeit die ganze Erde kahl fressen wird.

Genau zu meinem fünfzigsten Geburtstag hörte ich im Rundfunk die Meldung, dass es auf der Welt fünf Milliarden von diesen unheimlichen Viechern gibt. Heute, 2018, kaum 30 Jahre später, sind es schon bald sieben Milliarden. Wie soll das enden? Was hat die Natur verbrochen, dass ihr Schöpfer sie mit solch einem monströsen Irrtum der Evolution straft und verdirbt?

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