Die Übervölkerung der Welt

Die Übervölkerung der Welt. (2006)

Es gibt nur wenige Begriffe, die sich besser zur Panikmache eignen, obwohl es gut wäre, wenn einige der Verantwortungsträger in Panik gerieten. Die Kurve des Bevölkerungswachstums mit ihrer exponentiell wachsenden Steigung ist in der Tat sehr beunruhigend. Nur Ignoranten oder christliche und islamische Fundamentalisten machen sich da keine Sorgen.

Die derzeitige jährliche Rate der Bevölkerungszunahme beträgt 1,5 %. Würde diese Rate 200 Jahre beibehalten, wäre die Welt dann mit mehr als 150 Milliarden Menschen bevölkert, eine Zahl, mit der auch die auch die größten Pessimisten nicht rechnen und die auch die größten Optimisten für viel zu hoch halten.
Da diese Zahlen nicht realistisch sind, dürfte sich die Weltbevölkerung in 100 bis 200 Jahren auf einer verwüsteten Erde auf etwa 10 bis 20 Milliarden Menschen stabilisiert haben, so wenigstens lauten einige realistische Schätzungen. Auch diese Zahlen sind noch immer ein Alptraum. Aber darüber, wie ein halbwegs erträglicher Zustand erreicht werden könnte, sollte man sich schon jetzt Gedanken machen, auch wenn damit keine Wahlen gewonnen werden können. Doch die nächste Bundestagswahl ist nahe, und hundert Jahre sind noch weit.

Wie die schlechteste Möglichkeit aussehen kann, hat eine kleine Herde Rentiere gezeigt. Diese Herde wurde auf einer Insel im Nordatlantik ausgesetzt und infolge der Ereignisse des zweiten Weltkrieges vergessen und sich selbst überlassen. Die Tiere lebten zunächst im Rentierparadies: Es gab Nahrung in Hülle und Fülle, kein Feind, kein Parasit und keine Krankheit bedrohten die Tiere. Die Herde wurde schnell größer und größer bis die kleine Insel leer gefressen war und die meisten Tiere verhungerten. Danach blieb der Rest der Herde klein und die Populationsgröße war zwangsläufig  immer in Übereinstimmung dem Nahrungsangebot. Ob die Menschen wohl klüger als Rentiere sind? Ich habe da so meine Zweifel.

Selbst für Ignoranten  ist jetzt abzusehen, dass die Weltbevölkerung sich nicht in dem bisherigen Tempo weiter vergrößern darf. Zwar ist die jährliche Bevölkerungszunahme  immer noch viel zu hoch, doch die Tendenz ist fallend. Selbst im mittleren Afrika, wo sich früher in manchen Regionen die Bevölkerung innerhalb einer Generation verdoppelte, ist das Bevölkerungswachstum teilweise zum Stillstand gekommen, teilweise sogar rückläufig. Allerdings ist das nicht auf Einsicht oder Selbstbeschränkung zurückzuführen, sondern auf Misswirtschaft, Hunger, Seuchen, Krieg und Bürgerkrieg.

Dann ist auch in allen europäischen Ländern das Bevölkerungswachstum stark negativ, weil Kinder hinderlich sind, ein sorgloses und komfortables Leben zu führen. In China ist das Bevölkerungswachstum  durch staatlichen Zwang nahe bei Null. Die europäischen Verhältnisse sind äußerst problematisch. Heute stellt Europa etwa 14 % der Weltbevölkerung. Um die Jahrhundertwende werden es wahrscheinlich nur 4 oder 5 % sein. Aber nicht nur der prozentuale Anteil an der Weltbevölkerung wird kleiner, auch die absolute Zahl der Europäer wird stark abnehmen. Die dann zunehmend ausgedünnten europäischen Regionen werden dem asiatischen, dem afrikanischen und dem Bevölkerungsdruck unserer islamischen Ghettos immer weniger entgegenzusetzen haben, und ich fürchte, dass die Tragödien, die wir in den spanischen Enklaven in Marokko oder an den europäischen Gestaden des Mittelmeeres sehen, ein Modell dafür sind, was unseren Nachkommen in Zukunft im globalen Maßstab blühen könnte.
Und noch ein großes Problem sehe ich heraufziehen: Fast überall, wo das Bevölkerungswachstum groß ist, herrscht der Islam. Missionierung per Gebärzwang? Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass so möglicherweise die ganze Welt vielleicht mit Ausnahme von Amerika und China von dieser gefährlich expansiven Religion überwuchert wird, erleichtert und gefördert durch das im Westen fast überall bestehende religiöse Vakuum.


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