Was ich glaube.

Was ich glaube. (2012)

Die Großartigkeit und Wunder dieser Welt machen es mir schwer, nicht an einen Schöpfer zu glauben. Aber warum soll ich es mir schwer machen - ich glaube es einfach.

Das größte  Wunder ist, dass die Welt existiert. Ein zweites Wunder ist die belebte Natur, denn nur mit physikalischen und chemischen Gesetzen kann ich mir die Existenz und die Vielfalt alles Lebendigen nicht erklären. Für mich gibt es noch ein drittes und letztes Wunder: Das ist Leistungsfähigkeit des menschlichen Gehirns, die uns unter anderem die Großartigkeit der Schöpfung erkennen lässt. Was sind dagegen die Wunder, von denen die (monotheistischen) Religionen berichten? Das sind nur grobschlächtige und gotteslästerliche Märchen, die der Größe Gottes und seiner Schöpfung Hohn sprechen.

Weil mein Schöpfer so unfassbar groß und ewig ist und die Menschen so winzig klein und vergänglich, ist es menschliche Hybris, das Wirken und Walten Gottes in die engen Grenzen eigener  Glaubensgewissheiten zwängen zu wollen. ER braucht kein Auserwähltes Volk, keine Erbsünde, keine Heilige Schrift, keinen Heiligen Geist, keinen Sohn, auch nicht den Koran, keine Propheten, keinen Thron, keine sieben Himmel, keine Hölle, auch keine Engel, Teufel oder sonstige Hilfstruppen. Niederwerfungen, Lobpreisungen und andere religiöse Rituale sind nichts weiter als lächerliche Anbiederungsversuche.

Ich jedenfalls bleibe aufrecht stehen und bin stolz und glücklich, sein mit Verstand begabtes  Geschöpf zu sein und bin IHM dankbar, dass ich für wert befunden wurde zu existieren.

Ich glaube, dass nach meinem Tode von mir nichts übrig bleibt, was noch belohnt oder bestraft werden könnte. Obwohl ich für Böses keine Strafe befürchte, bemühe ich mich, ein guter Mensch zu bleiben, Ich halte mich dabei an die universelle Lebensregel: „Was du nicht willst, das man dir tu, füg’ auch keinem anderen zu.“  Das genügt mir. um sündenfrei zu leben.

Ob oder was am Ende wirklich sein wird, weiß nur ER..


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