Churchill, Stalin, Hitler

Churchill (2006)
In seinem Buch über den Zweiten Weltkrieg hat Churchill das Motto vorangestellt:
Im Krieg: Entschlossenheit
In der Niederlage: Trotz
Im Sieg: Großmut
Im Frieden: Guter Wille

Das sagt über ihn eigentlich schon alles. Er war als Kämpfer, als Politiker und auch als Mensch gleichermaßen groß. Hätte der Sieger des ersten Weltkrieges Churchill geheißen und nicht Clemenceau, wäre uns Hitler und der zweite Weltkrieg wohl erspart geblieben.

Stalin. (2006)
In der langen Reihe der Despoten und Gewaltherrscher in Russland war Stalin der vorerst letzte und zweifellos der größte, falls man Größe mit Erfolg gleichsetzt. Er hat aus einem fast mittelalterlich rückständigen Agrarstaat eine große Industrienation und eine hochge­rüstete Weltmacht geschaffen. Doch er war nur nominell ein Kommu­nist, denn er hat die „Diktatur des Proletariats“ schnell in seine eigene, unangreifbare Despotie umgewandelt und dabei nicht nur seine engsten und besten Mitstreiter geopfert, sondern auch eine nach Millionen zählende Menge seines eigenen Volkes. Daran gemessen, ist er einer der großen Verbrecher in der Geschichte der Menschheit. Er war unmoralisch und grausam, doch  war er auch klug genug, um nach außen mit eiskalter Vernunft zu agieren und niemals die Grenzen seiner Möglichkeiten zu übersehen. Anders im Innern: In den frühen dreißiger Jahren starben durch Terror, durch seine ideologische Verbohrtheit und seine Grausamkeit etwa sechs Millionen seines eigenen Volkes. Immerhin hatten diese Verbrechen zum Teil einen rationalen Hintergrund, nämlich die gewaltsame und schnelle Umwandlung des rückständigen russischen Agrarstaates in eine Industrienation.

Hitler. (2006)
Die Verbrechen Hitlers haben weniger in der Quantität wohl aber in der Qualität eine ganz andere Dimension, nämlich Völker­mord und Krieg aus Wahnvorstellungen. Das ist wiederum nicht so neu, nur dass im Gegensatz zu früher fabrikmäßig und mit deutscher Gründlichkeit gemordet wurde. Seine Weltanschauung bestand aus einem wüsten Konglomerat nordisch-germanischer Blut- und Bodenschwärmerei, garniert mit okkulten Versatzstücken und einem primitiven Sozial-Darwinismus. Das alles aus obskuren Quellen – er hatte bekanntlich „unendlich viel gelesen“ (Mein Kampf). Die "Krönung" bildete sein Rassenwahn - eine kriminelle Idiotie in Reinkultur. Das Bedrückende daran ist, dass er trotzdem damit viele Millionen Anhänger gewonnen hat. (Um zu demonstrieren, dass Infamie und Irrsinn so weit gesteigert werden können, dass es schon peinlich ist, habe ich zu Schluss einen Beitrag von Julius Streicher, Gauleiter von Franken und Herausgeber des "Stürmer". hinzugefügt,)

Hitlers Weltanschauung war nicht seine eigene Erfindung. Der braune Dreck brodelte schon länger in deutsch-nationalen Kreisen, speziell in Wien, von wo er auszog, damit Deutschland zu "beglücken". Diese Weltanschauung erhielt im Dritten Reich den Rang einer Religion. Er hat seine alles umfassende Macht und seine Verbrechen damit begründet. Er selber und seine "Jünger" haben mit Inbrunst daran geglaubt und mit irrwitzigem Eifer versucht, erst Deutschland und dann die ganze Welt zu "bekehren". 
Glaubt man englischen Fernsehserien und sonstigen drittklassigen Informationen und Filmen, war Hitler ein irrationaler, hysterischer Hampelmann und Teppichbeißer. Aber genau das war er nicht. Er war eine Persönlichkeit mit überdurchschnittlicher Intelligenz, einem phänomenalen Gedächtnis, einer bewundernswerter Energie und Willenskraft und einem unwiderstehli­chen suggestiven Durchsetzungsvermögen. Sein demagogisches Genie und sein Gespür für die Schwächen seiner Gegner sind ebenfalls bewundernswert. Er war auch nicht von Dämonen besessen; er war selber der Dämon, der von anderen Besitz ergriff. Seine "Religion" war abstrus und grausam, aber gleichzeitig auch stringent, und er hat konsequent danach gehandelt. Das ging so weit, dass sogar Völkermord zu einer ethisch notwendigen Maßnahme erklärt wurde. Je primitiver und ungebildeter die Menschen waren, umso überzeugter waren sie von dieser Heilsbotschaft. Leider nicht nur die, sondern auch viele Intellektuelle. Doch hat Hitler bei keiner freien Wahl für seine Partei die Mehrheit der deutschen Bevölkerung hinter sich bringen können.

Den Sieg über Hitler verdankt die Welt letztlich seiner anfänglichen Unterschätzung der U-Boot-Waffe und einer Handvoll britischer Jagdflieger, die eine Lufthoheit der Wehrmacht über England verhindert haben. Ohne Nachschub aus den USA und ohne Lufthoheit wäre England wohl verloren gewesen und damit für die Alliierten auch der Zweite Weltkrieg. Ich stelle mir nun vor, was im Falle eines Sieges der Nazis geschehen wäre: 
Zunächst einmal das für Hitler absolut Vorrangige: Die Ermordung des Restes der Juden, soweit er ihrer habhaft werden kann. Dann wird die Wehrmacht nach und nach durch Einheiten der SS ersetzt. Gleichzeitig werden alte Rechnungen mit den Kirchen beglichen, bis nach etwa zwei Generationen kein Papst, kein Priester und kein bekennender Christ mehr übrig ist. Mit einem groß angelegten Selektionsprogramm werden dann alle "rassisch Minder­wertigen“, „Lebensunwerten“ und Oppositionelle aussortiert, weil sie alle nicht würdig sind, der neuen pangermanischen Heilslehre teilhaftig zu werden. Es werden wohl etliche Millionen daran glauben müssen, allein schon, um die SS nicht aus der Übung kommen zu lassen und sie für Niederschlagung von Aufständen und zukünftige größere Unterneh­mungen in den Weiten des russischen und asiatischen Raumes zu trainieren.
Das deutsche Reich wird vergrößert und in Germanien umbenannt. Die Grenzen Europas sind gleichzeitig die Grenzen dieses Reiches erweitert um die russischen Länder in Asien. Das Zentrum des Reiches ist Germania, früher Berlin, mit Albert Speers Germanischen Dom. Die Amtssprache für alle Länder ist Deutsch, später auch die Umgangssprache.
Die Weiten des russischen Raumes werden mit einem Archipel germanischer Siedlungen überzogen und zur Ausrottung der „slawi­schen Untermenschen“, soweit sie nicht als Arbeitssklaven verwertbar sind, startet die Aktion „Volk ohne Raum“. Dazu wird jede germanische Frau verpflichtet, mindestens sechs Kinder zu gebären. Eine Ehe ist dazu nicht unbedingt notwendig; die Germanin  kann sich auch in SS-Zuchtanstalten von blonden und blauäugigen Hengsten bespringen lassen. Nach etwa hundert bis zweihundert Jahren wird dann die ganze Welt nur noch von reinrassi­gen germanischen Zombies bewohnt. Hitler, Goebbels und Himmler mit ihrer mangelhaften Germanizität hätten da keinerlei Chance zu überleben.

Julius Streicher in "Deutsche Volksgesundheit aus Blut und Boden", Nürnberg, 3.Jahrgang Nr.1, 1935

"...Artfremdes Eiweiß ist der Same eines Mannes von anderer Rasse. Der männliche Same wird bei der Begattung ganz oder teilweise von dem weiblichen Mutterboden aufgesaugt und geht so in das Blut über. Ein einziger Beischlaf eines Juden bei einer arischen Frau genügt, um deren Blut für immer zu vergiften. Sie hat mit dem artfremdem Eiweiß auch die artfremde Seele in sich aufgenommen. Sie kann nie mehr, auch wenn sie einen arischen Mann heiratet, rein arische Kinder bekommen, sondern nur Bastarde, in deren Brust zwei Seelen wohnen und denen man auch körperlich die Mischrasse ansieht. Auch werden deren Kinder wieder Mischlinge sein, das heißt, hässliche Menschen von unstetem Charakter und mit der Neigung zu körperlichen Leiden. Man nennt diesen Vorgang Imprägnation. Wir wissen nun, warum der Jude mit allen Mitteln der Verführungskunst darauf ausgeht, deutsche Mädchen möglichst frühzeitig zu schänden, warum der jüdische Arzt seine Patientinnen in der Narkose vergewaltigt, warum sogar Judenfrauen ihren Männern den Verkehr mit Nichtjüdinnen gestatten:  Das deutsche Mädchen, die deutsche Frau soll den artfremden Samen eines Juden in sich aufnehmen, sie soll niemals mehr deutsche Kinder gebären!"

Besucherzähler 3290