Der Klimawandel

Der Klimawandel.

Eine Vorbemerkung: Selbst wenn Deutschland klimaneutral würde, läge die Minderung klimaschädlicher Gase im Weltmaßstab im niedrigen einstelligen Bereich. Doch das sollte kein Grund sein, nichts zu tun. Deutschland sollte eine Vorreiterrolle spielen und zeigen, was möglich ist.
Leider helfen da grüne Illusionen nicht weiter. Sie liegen abseits aller schnellen Realisierungs-möglichkeiten und können wohl, wenn überhaupt, erst in vielen Jahrzehnten verwirklicht werden.

Es gibt viele das Klima betreffende Fakten, die für die Wissenschaftler des Weltklimarates (IPCC) als gesichert gelten, z.B. dass der Klimawandel zu mindestens 95% von Menschen gemacht ist, dass die Erderwärmung von z.Zt. 1,5 Grad eine Folge erhöhter CO2-Freisetzung durch die Industrialisierung ist, dass sich ab einer Temperatur oberhalb 2 Grad die weitere Erderwärmung sich noch mehr beschleunigen wird und dann durch keinerlei Maßnahmen mehr zu stoppen ist, dass dadurch die Gletscher und teilweise die polaren Eismassen abschmelzen und der Meeresspiegel in Zukunft um mehr als einen Meter steigen könnte, dass mit immer mehr extremen Wetterereignissen zu rechnen ist und noch so einiges mehr.

Es ist eine erfreuliche Tatsache, dass bereits über 50%  des Jahresbedarfs an elektrischer Energie aus erneuerbaren Quellen gedeckt wird. Aber selbst wenn diese Kapazitäten verdreifacht oder vervierfacht würden, wie das in der Planung ist, wäre die Versorgungssicherheit nicht gewährleistet, denn es gibt Tage  mit langen windarmen Großwetterlagen und die Photovoltaik ist nachts und an  trüben Tagen, speziell im Winter, ein Totalausfall und eher ein Störfaktor für die Versorgungssicherheit mit Strom.

Unabhängig vom weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien muss aus Sicherheitsgründen fast die ganze konventionelle Kraftwerkskapazität jederzeit betriebsbereit gehalten werden mit allen Problemen und Kosten, die sich aus der reduzierten Auslastung ergeben. Ständen genügend große Stromspeicher zur Verfügung, könnten alle Versorgungsprobleme schnell und "grün" gelöst werden. Aber diese stehen nicht einmal ansatzweise zur Verfügung  Es wären Stromspeicher nötig, die mindesten eine Woche lang eine Leistung liefern müssten, die der Kapazität von 5 bis 10 Wasserkraftwerken entspricht, von denen jedes einzelne die Leistungsfähigkeit des chinesischen Drei-Schluchten-Staudamms haben müsste. Als Speichermedium ist Wasserstoff im Gespräch, technisch zwar möglich, praktisch aber nicht in den anvisierten Zeitraum zu realisieren, wie auch viele der anderen grünen Wunschträume. Sie erfordern Investitionen in Billionenhöhe, die in dem Zeitraum von 10 bis 20 Jahren allein schon aus Zeitgründen nicht so schell zu verwirklichen sind und auch teilweise aus rein technischen Gründen kaum realisierbar sind, Speziell der gleichzeitige Ausstieg aus Atom, Kohle und Gas und der überhastete Umstieg auf die  Elektromobilität, einhergehend mit einem wesendlich erhöhten Bedarf an elektrischer Energie, kann nur der Fantasie technisch Unbedarfter entsprungen sein. Die Schlote der Kraftwerke werden leider noch lange qualmen und mit CO2 das Klima schädigen.

Nicht nur als Übergangstechnologie sondern als Dauerlösung in Verbindung mit grüner Energie bietet sich der massive Ausbau der Kernenergie an. etwa so wie es Frankreich gemacht hat mit 70% bis 80% des Strombedarfs aus Atomkraftwerken und wie es auch andere Länder mit dutzendweisen Neubauten von Atomkraftwerken machen.  Als  notwendige Ergänzung zu grüner und Atomenergie  sollten moderne Gaskraftwerke dienen. Sie haben einen sehr guten Wirkungsgrad auch ohne Ausnutzung des Abwärme und sie sind sehr flexibel, was ihren schnellen Einsatz betrifft. Bei politischem Willen könnten diese Kraftwerke innerhalb von 10 Jahren alle Kohlekraftwerke ersetzen und so den CO2-Ausstoß der konventionellen Elektrizitätserzeugung um mehr als die Hälfte reduzieren.

Ich bin der Meinung, dass nur so die Weltwirtschaft CO2- neutral funktionieren wird. Unsere Atomkraftwerke trotz absehbarer Energieknappheit schon 2022 vom Netz zu nehmen, ist nur deutscher und da speziell „grüner“ Hysterie geschuldet. So werden Anlagen in Schrott verwandelt, die viele Milliarden an Investitionen gekostet haben und die noch Jahrzehnte lang gewaltige Energiemengen CO2-frei liefern könnten. Diese Maßnahme liegt doch wohl hart an der Grenze zur Idiotie

Es ist heute technisch möglich, den Stromverbrauch für viele Verbraucher, z.B. Strom für Heizungszwecke oder Ladegeräte für Elektroautos, von einer zentralen Leitstelle aus dem jeweiligen Angebot an grüner Energie anzupassen. Konkret könnte das für Wohnungen mit Öl- oder Gasheizung so aussehen: In die Vorlaufleitung der Heizung müsste ein Durchlauferhitzer von etwa 20 kW eingebaut werden. Bei Überschuss an grüner Energie würde dann von der Zentrale die Ölheizung abgeschaltet und der wesentlich preiswertere Überschussstrom würde die Wohnung weiter beheizen (oder auch kühlen). Wenn einige Millionen Wohnungen nach diesem System beheizt werden, wäre das Problem mit dem grünen Überschussstrom hocheffizient gelöst, jedenfalls mehrfach effizienter als der Umweg über die Wasserstofftechnik. Dieser Vorschlag im Weltmaßstab angewendet, würde einen ganz wesentlichen Beitrag zum Schutz des Klimas leisten.

Wird der Ausbau der Windenergie in dem vorgesehenen Maße vollendet sein, werden in den deutschen Küstengewässern und in Küstennähe die Windräder massiv konzentriert sein und dem Wind, wenn er dann kräftig genug weht, 100 Gigawatt oder noch viel mehr an Strömungsenergie entziehen und in Strom verwandeln. Das heißt aber nichts anderes, dass der Wind mit dieser Leistung verlangsamt wird. Die Wirkung könnte einer Bergkette entsprechen. Die nachfolgenden Luftmassen werden sich stauen und nach oben ausweihen und sich teilweise schon vor der Küste abregnen, Regen, der möglicherweise im Hinterland fehlen wird.
(Das ist meine ganz persönliche Spekulation. An der Meinung von Fachleuten ist mir sehr gelegen.)

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